Wünsch dir was
Wenn man sich zur Zeit die Werbung mal ansieht fällt dem aufmerksamen Teilzeit-Fernseh-Junkie auf, dass in immer mehr Werbespots Kinder (je kleiner deto besser) zu finden sind. Zufall? NEIN!
Denn Kinder fungieren nicht nur als Sympathieträger in der Werbung (zumindest bei den meisten Frauen) sondern haben auch die unterschwellige Botschaft der Geborgenheit an jedermanns Unterbewusstsein. Also ist der neue Minivan von Opel etwas das Schutz bietet - natürlich auch den Kindern. Viele große Firmen - vorzugsweise Versicherungen - bedienen sich dieses Kniffs. Mal darauf achten in wievielen Prospekten und Broschüren für Versicherungen oder auch Autos (!!!) Kinder und Babys abgebildet sind. Dies signalisiert “Wir geben dir Schutz und Geborgenheit”.
Eine andere Methode ist auch das Kind im Erwachsenen direkt anzusprechen. Slogans wie “Komm spielen” oder “Tu nicht so erwachsen!” oder auch “Für Jungs die immer schon Männer waren” appellieren an den heimlichen Wunsch vieler Erwachsener nochmal ein sorgenfreies Kinderdasein führen zu dürfen.
Als krasses Pendant gibt es allerdings auch Werbespots in denen Kinder weniger ein Quell der Freude sind; in so ziemlich jeder Werbung für Schmerz- und besonders Kopfschmerzmittel werden Kinder oft als die grausamen Verursacher der körperlichen Pein hingestellt. So wächst also bereits im Unterbewusstsein vieler Deutscher im gebährfähigen Alter eher der Wunsch selber nochmal Kind zu sein als, und wenn es nur der Demographie zuliebe ist, selber Kinder in die Welt zu setzen.