too much

Manchmal ist alles zuviel um einen herum. Zuviele Aufgaben, zuviel zu beachten, zuviel zu tun, zuviele Menschen um einen herum.
Man sieht sie sich an - wie der Kerl da drüben dauernd die Nase hochzieht, die Frau die dort steht mit offenem Mund Kaugummi kaut oder der alte Mann gegenüber der ununterbrochen mit leerem Mund schmatzt. Dazu das Geräusch der vorbeifahrenden Züge, das Gemurmel anderer Stimmen die lauter sind als der MP3-Player, Türengeräusche und das Geratter der Räder. Das alles in Summe und ausreichend lang schürt den tiefsitzenden Wunsch zu schreien. Die Lungen schlagartig mit Luft zu füllen, innezuhalten und einen markerschütternden Schrei loszulassen bis alles raus ist (und der eklige alte Kerl mit dem Geschmatze aufhört!) - die Luft und - ja was? Die Wut (weil grad nichts läuft wie es soll?), die Verzweiflung (weil man nichts dagegen tun kann?) oder einfach die Anspannung weil man der täglichen Reizüberflutung nach einer fast schalflosen Nacht nicht mehr standhalten kann/will. Weil es einen anwidert (vor allem dieser Mann mir gegenüber!) und man einfach keine Lust mehr hat (gleich spring ich ihm ins Gesicht!) und sich nur noch zurückziehen will (und morgen setz ich mich in einen anderen Wagon!).

Leave a Reply