Archive for March, 2006

Ist die Zukunft so hoffnungslos?

Sunday, March 26th, 2006

Es gibt viele Bücher und Filme die sich mit der Zukunft beschäftigen. Bereits 1948 beschrieb George Orwell in 1984 ein totalitäres Staatssystem welches ähnlich dem dritten Reich von einer ideologisch aufgezogenen Partei kontrolliert wird. In Brave New World von Aldous Huxley aus dem Jahr 1932 wird das Denken der Menschen nicht nur von Kameras und einer Partei kontrolliert, sondern hier wird direkt am Genmaterial manipuliert - ebenfalls mit dem Ziel den Menschen des freien Denkens zu entledigen. Auch in Ray Bradburys Fahrenheit 451 von 1953 geht es um Denunziantentum, Gedankenkontrolle und verdrehte Tatsachen derer sich die Regierung bedient um sich das Volk gefügig zu machen. Auch in Filmen wie Equillibrium oder auch ein bisschen in der Comic-Verfilmung V wie Vendetta werden diese Themen in den Mittelpunkt gestellt.
Wenn man sich nun überlegt wie heute die Nachrichten bereits manipuliert werden (dazu werde ich auch noch zu gegebener Zeit kommen), wie man unser Unterbewusstsein beeinflußt (gerade in der Werbung) und wie man mit Hilfe von Payback-Systemen und Kartenzahlungen unser persönliches Kaufverhalten analysiert… Sollte es einem vielleicht zu denken geben? Und vielleicht auch, dass es bereits in der ersten Hälfte des (noch gar nicht lange) vergangenen Jahrhunderts Menschen gab die etwas in dieser Art vielleicht bereits geahnt haben?

Jedem wie es ihm beliebt

Sunday, March 19th, 2006

Alle suchen nach ihrem Zustand von Glückseeligkeit, nach dem was sie glücklich macht. Exzessiver Alkoholkonsum, Drogenabusus, nächtelanges Programmieren am Computer, unkontrollierte Nahrungsaufnahme oder vielleicht auch radikaler Nahrungsentzug, an Obsession grenzenden Leistungssport … fällt da nicht etwas auf? Dass eigentlich alle diese Wege auf der Suche nach dem Glückszustand eher der Selbstzerstörung zugeschrieben werden können? Empfinden wir mehr “Satisfaktion” (bewusst gewählt; das Wort das sowohl Zufriedenheit als auch Befriedigung bedeutet) wenn wir uns in irgendeiner Weise Schaden zufügen? Es heißt immer, man muss die Tiefen des Lebens durchleben um seine Höhen schätzen zu können. Liefern wir uns selbst bewusst der Destruktion aus um die Höhen schätzen zu lernen? Oder sind wir einfach nur alle verkappte Masochisten die es eben brauchen? Ich schätze es ist von beidem etwas - aber vielleicht sollte sich der eine oder andere überlegen wie weit er es mit der Selbstkasteiung treiben kann bevor es zu viel ist …

“Aber immer doch … “

Wednesday, March 8th, 2006

Wer eine Ausbildung macht oder schon eine hinter sich hat (Glückspilz) kennt sicher dieses nervtötende Berichtsheftschreiben. Ich hab das Glück, dass ich es auf dem PC tippen kann (Berichtsheft schreiben läuft also meist im Copy&Paste Verfahren ab) und einmal im Monat die wöchentlichen Nachweise vorlegen muss… eigentlich. Jetzt hab ich das seit August nicht mehr getan und die Abschlußprüfung naht mit großen Schritten. Also gut, hab ich den ganzen Ramsch ausgedruckt - seit August! und alles fein säuberlich von Hand datiert, unterschrieben und meiner Ausbilderin vorgelegt. Jetzt war diese mit einer Formulierung nicht zufrieden weil diese “missverständlich” war… nagut, alles nachkorrigiert für etwa 4 von 6 Monaten (seit August!!!) neu ausgedruckt, datiert, unterschrieben, vorgelegt - das war letzte Woche. Heut schau ich in mein Postfächle und was liegt da - 6 Monate Berichtsheft - alle nicht unterschrieben, mit einem lausigen Post-it auf dem sinngemäß steht - “unklar formuliert” … *räusper* eben dieses Blatt hatte ich ihr schonmal vorgelegt und da hatte sie an dieser Formulierung nichts “unklares” gefunden. Tollerweise ist es eine meiner Copy&Paste Formulierungen (eine meiner wöchentlich widerkehrendenden Tätigkeiten) das heisst - ihr ahnt es schon - 4 von 6 Monaten (seit August!!!!!!!!!!) auf ein neues… nachkorrigieren, ausdrucken, datieren, unterschreiben… nicht dass ich nicht geduldig wäre und nicht dass der Regenwald ohnehin abgeholzt wird… aber… AAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHH
Ich hät es ihr um die Ohren schlagen können!!! Hätte man doch GLEICH sagen können - egal *einatmen* ist ja nicht weiter schlimm *ausatmen* mach ich’s eben noch-ein-mal… *Schokolade essen*

Winter

Sunday, March 5th, 2006

Im Winter ist alles tot - die Insekten, die Blumen, Sträucher und Bäume. Letztere sehen teilweise richtig schaurig aus wie sie ihre dürren Äste gen Himmel recken (jeder dicke Ast wird ja sofort von den städtischen Landschaftsgärtnern abgesägt, er könnte schließlich auf die Straße fallen bei einem starken Sturm). Trotz allem entbehrt dieses leblose nicht einer gewissen Ästhetik? Wenn dann Schnee und Frost ihren Teil dazu beitragen und alles in eine weiße Decke hüllen die magisch glitzert wenn die Sonne darauf scheint.
Obwohl alle immer Schnee so toll finden, ist er ihnen eigentlich nur an Weihnachten recht (wie verlogen! “Ich liebe den Winter - aber nur vom 1. Advent bis zum 2. Weihnachtsfeiertag”). Ich bin nicht viel besser - zugegeben - Winter und Schnee sind ganz nett - auf Bildern… Aber damit hat sich’s bei mir schon, zumindest propagiere ich keine, auf einen Zeitraum von 4 Wochen eingeschränkte, “Vorliebe”.
Das Flair (Tatsache, laut der Microsoft Word Rechtschreibkorrektur heisst es “das Flair” und nicht “der Flair” - wer hät’s gedacht) von Frühling wenn alles wieder zu leben beginnt, die Sonne wärmer strahlt und uns Wärme, schöne lange Nächte, Grillabende und Baden am See verspricht ist doch eigentlich viel reizvoller? Verbindet man mit warmen Sommernächten nicht meist auch mehr schöne Erinnerungen als mit kalten frostigen Abenden? Eben!
Denn im Winter sinkt nicht nur die Temperatur unter Null, sondern auch die Motivation sich dieser zu stellen. So gesehen ist der Winter eine Art Auszeit - oder zumindest Zeit der Einschränkung - nicht nur für die Natur (die uns also mal wieder stärker beeinflusst als wir oft denken) sondern auch für gesellschaftliche Unterfangen. 

no use

Wednesday, March 1st, 2006

Kennt sicher jeder solche Situationen “Wofür mach ich das eigentlich” - in der Schule stellt man sich diese Frage vermutlich am häufigsten (gelegentlich durchaus berechtigt ^^ ) - aber auch im Beruf begegnet man dieser elementaren Frage von Zeit zu Zeit. Wenn ich irgendwelche stupiden Aufgaben wie das maschinelle begleichen von Rechnungen oder das Rückbuchen von Gutschriften im Buchführungssystem durchführe frage ich mich oft 3-4 Dinge

  1. Wer lässt sich so was sinnloses einfallen?
  2. Welcher Depp realisiert solch intelligenzverminderte Ideen?
  3. Was für einen Nutzen (außer mehr Arbeitsplätze in der IT-Branche) zieht irgendwer daraus?
    und 
  4. Warum muss ICH dieses Mist machen?!

Trauriger Fakt ist; das bringt alles nix - wir müssen’s trotzdem machen. Warum? Tja… weil irgendjemand der was zu sagen hatte das alles irgendwann einmal so eingeführt hat und getreu dem Motto “So haben wir das schon immer gemacht” führen wir solche Konventionen fort. (Da simmer und da bleib mer au)