Archive for August, 2006

I don’t do Mondays

Monday, August 28th, 2006

Eigentlich hat der bescheidene Montag bereits am Sonntag abend angefangen - genauer nachts - als ich nicht schlafen konnte, als ich dann endlich geschlafen habe hat mein Kater das freundlicherweise gleich wieder unterbunden indem er alle Sachen auf meinem Nachtisch umgeworfen und damit gespielt hat. Mistvieh! Irgendwann wieder eingeschlafen und schon wieder vom Katzentier geweckt worden - diesmal rausgeworfen. Weiter rumgewälzt, dann auf Toilette gemusst - also gut, im Dunkeln durchgetastet um dem wachmachenden Licht zu entgehen.
Als um 6 der Wecker geklingelt hat hab ich den Lichtschalter net gefunden, die Fernbedienugn für die Anlage auch nicht… irgendwann war dann alles angeschalten… in der Küche Unordnung (die hab ich wohl am Vorabend übersehen als ich heimkam) - also gut erst ma grob Ordnung gemacht und über Bruderherz geflucht, der seinen Kram nie wegräumen kann. Dann war das Brot hart, Yoghurt alle, also eine Banane und eine Kiwi zum Frühstück ins Müsli geschnipfelt - die Milch war seltsamerweise nicht sauer; auch gut.
Dann viel zu spät losgekommen, nich ma die Reste vom Frühstück entsorgen können (die übrigens abends imemr noch da lagen und noch mehr Geschirr, das nicht in den leeren Geschirrspüler geräumt wurde!), beim Parl&Ride in der Eile fast n anderes Auto angefahren - aber immerhin nur fast! Dann ab zur Bahn, grad noch geschafft, wenn mir die Olle auch ewig vor den Füßen rumgedappt ist, weil se sich net entscheiden konnt ob se nu links oder rechts in den Gang laufen will *batz* und drauf!
Den Verbundpass hab ich daheim vergessen - immerhin nicht kontrlliert worden. Das Flugticket vom Freitag für die Reisekostenabrechnung im Geschäft auch vergessen - spitze.
In der Arbeit war die Milch sauer geworden - Gott sei Dank hat ich auf meine Intuition gehört und ne neue mit. *strike!* In der Arbeit lauter alten Schrott aufgearbeitet bis ich ma ans Tagesgeschäft konnte (also dem was von der letzten Woche übrig war… das Montagsgeschäft kann ich am Mittwoch machen - hoff ich). Nachdem mich noch die Nachricht erreichte, dass einer der “Kunden” die Kooperation streichen will, weil wir net so tun wie er will… erst ma n Kaffee gemacht - so!
Dann eine extra lagne Mail an 2 Kolleginnen getippt… die dann aber trotzdem etn verstanden haben was ich wissen wollte - dabei hab ich das schon so wortreich umschrieben gehabt *seufz* (ich armes missverstandenes Geschöpf ^^ )
Als ich dann Feierabend agemacht hab (es hat tatsächlich auf viertel fünf geklappt!) tret ich vor die Tür und: es SCHIFFT! geilomat, aber dafür hab ich n Schirm - höhö denkste! Will aufspannen und das Ding is kaputt - yeehaa - so ein blödes Metallstäbchen hat sich faszinierender Weise um das Nachbarstäbchen gewickelt… klasse. Also im Regen zur Bahn und versucht das Gestänge zurecht zu biegen… ist mir so halb gelungen, also nur halb im Regen gelaufen.
Dann für Oma einkaufen gefahren (ja gut für mich natürlich auch…), komm aus dem Neukauf raus und es schifft, es gießt! Katzen und junge Hunde… miiindestens! Also schnell mit der Klappkiste ans Auto und heim. Auf der Fahrt fällt mir ein… Zwiebeln vergessen. D’OH! Na schön, Abstecher bei Marktkauf, mittlerweile nur noch Niesel-Piesel… komm aus dem Marktkauf und… GENAU! Kübelweise trieft es vom Himmel. Zu Hause die bereits erwähnte und sich auf unglaubliche Weise vergrößernde Unordnung in der Küche vorgefunden, leere Katzennäpfe… alles klasse.
Aber wenigstens war das gekochte Chili gut - und chööön chaaaf. Hinterher nen Espresso… und eigentlich war der Montag jetz doch nich mehr soooo mies…

6 Meter 90

Saturday, August 26th, 2006

Früher, also in den 60-/70-ern, war es so, dass die jungen Mädels und Frauen die ihre Stars angehimmelt haben nach den Konzerten hinter die Bühne mitgingen und… sagen wir mal “Zeit mit ihnen verbrachten”, die eher schüchternen saßen daheim vor den Postern, hörten die Platten und damit war’s gut.
In den 90-ern kam das Phänomen der so genannten Star-Liebe in Mode. Take That war das Beispiel schlechthin. Das Zielobjekt der pubertären Liebe “Nimm meine Hand!” - herrlich unschuldig. Als Take That sich dann auflösten erschütterten Selbstmorde der verzweifelten Teenager die Menschen (”Der CD-Player lief noch, ich hörte es deutlich ‘How deep is your love?’ Es war’n 6 Meter 90″ Besangen Blumentopf die Vorkommnisse).
Wie sieht die ganze Chose heute aus? Da stehen die 13-jährigen mit tiefem Ausschnitt wo meist noch nicht ist (also gewachsen - naja, ihr wisst schon), halten Transparente mit der Aussage hoch “Bill, ich will ein Kind von dir” (womit auch immer das gestillt werden soll *räusper*) in die Höhe und kreischen sich die zarten Hälse wund.
Da frag ich mich doch… sind die entweder stracke doof und setzen Sex (was muss mer in dem Alter schon Sex haben?!) mit Kinder bekommen gleich - hat man heutzutage nicht ab der Vorschule Sexualkunde? - ohne sich die Konsequenzen und daraus resultierende Verantwortung bewusst zu machen (bewusst oder aus bereits vermuteter Doofheit) ODER! diese kleinen Gören sind abgefeimter als man glaubt und ahnen, dass Tokio-Bordell mit den Millionen von verkauften Klingeltönen einen Haufen Kohle scheffeln und sie mit dem Balg ordentlich Alimente kassieren können - natürlich gesetzt dem Falls, dass die überschminkten Bübchen zeugungsfähig sind…
So vollzieht sich der Wandel von Simplizität über Träumerei hin zu hysterischen Pragmatismus… Bei der heutigen Situation am Arbeitsmarkt und angesichts der Rentenkassen muss schließlich jeder bei Zeit gucken wo er bleibt ;-)

Terrorismus

Wednesday, August 23rd, 2006

Vor ein paar Tagen war mal wieder ein Anschlag auf einem Bahnhof, bzw. in einem Zug - ein Bombenkoffer.
Kann sich wer erinnern wie das mit dem Theater auf den Flughäfen angefangen hat? So oder so ähnlich - inzwischen darf ja nicht mal mehr eine Zahnpasta-Tube oder Shampoo ins Handgepäck - Flüssigsprengstoff heißt der Grund - jahaaaaa!
Auf jeden fall hört man am Flughafen ja alle 15 oder 30 Minuten die Durchsage, man solle sein Gepäck doch bitte schön nicht unbeaufsichtigt lassen… “Ja sag mal klauen die hier so viel?!” dacht ich mir damals bei meinem ersten Flug - denkste! Sicherheitsvorkehrungen. So wie jetzt auch an den Bahnhöfen auf den Anzeigetafeln der Text durchläuft, man solle herrenloses Gepäck dem Service-Männchen von der Bahn oder dem Kollegen in grün melden. Mmmmm’kaaayyy.
Nicht nur, dass Züge entgleisen, Menschen mittels des erwählten Freitods bei ihrem Abprall vom beschleunigten Metall-Vehikel Chaos anrichten oder jemand so wie damals in Tokio Nervengas verteilen könnte - nein! - machen wir das ganze doch NOCH etwas spannender und flippen bei jeder vergessenen Handtasche aus. Jetzt haben die Leute von der Bahn immerhin auch mal ein spannendes Leben - welches JE-DER-ZEIT von einem Eastpack-Rucksack beendet werden könnte! Jetz da guggsch!
Ich stell mir schon den armen Depp vor der in seiner unendlichen Verpeiltheit seine Norma-Plastiktüte mit Einkäufen oder seine Billa-Bong Umhängetasche an der Bank stehen lässt weil er so drauf fixiert ist die Bahn noch zu erwischen die er fast verpennt hat - und prompt festgehalten wird wegen Verdacht auf Sprengstoff im Gepäck.
Die Terroristen haben uns da wo sie uns haben wollen; am Rande der Hysterie (naja gut noch nicht ganz, aber der Weg ist schon eingeschlagen!) und bald noch mehr Bankrott wegen all der überteuerten Sicherheitsmaßnahmen die vermutlich herzlich wenig bringen. Oh und nebenbei erwähnt muss sich ja der Rest der Welt wegen den lieben Amis biometrische Reisepässe für teures Geld anfertigen lassen - dolle Sache.

Loslassen?

Thursday, August 17th, 2006

Immer wieder wird das Thema Stress bzw. Entspannung diskutiert. Jeder hat Stress, jeder zweite einen Burn-out und jeder dritte davon einen Nervenzusammenbruch - so oder so ähnlich zumindest. Es wird auch massig dagegen angeboten. Angefangen bei Sport um das überschüssige Adrenalin abzubauen, weiter über sämtliche Entspannungstechniken wie Tai Chi, Autogenes Training, Yoga und Meditation. Man kann sich auch passiv entspannen bei Massagen, Klassik, einem guten Buch, Tee trinken - das ist ja alles schön und gut - entsprechend unserer Überflussgesellschaft ist auch die Überreizung an Entspannungsmöglichkeiten geboten. Und wenn die Leute dann dazu kommen, können sie sich nicht fallen lassen. Tja und nun?!
Was nützt einem ein privater Yoga-Trainer oder überteuerte Zen-Räucherstäbchen mit elends teurem Yin-Yang-Relax-Tee wenn im Kopf die Gedanken nun erst recht Karussell fahren da man zur Ruhe kommt?
Was sollen (wir) Leute tun, die jeden Abend die Unruhe überkommt wenn sie nach 9 Stunden Arbeit zu Hause sitzen und das erste Mal seit einem Monat mal NICHTS am Abend vorhaben? (O-M-G)
Kein Sport, keine Freunde treffen, kein sonstiger Termin? Selbst in der Mittagspause fängt man an unruhig zu werden sobald man länger als 15 Minuten ruhig sitzt.
Entspannung muss aus dem Menschen selber kommen.
In einem Projekt wurden Landwirte, welche ja 365 Tage im Jahr eingespannt sind, zu einer Woche Zwangsurlaub verdonnert; diese brauchten sage und schreibe eine ganze Woche um sich am Nichtstun erfreuen zu können! Es bedarf also einiger Selbst-Bearbeitung (ich meine mental!) - zunächst in Eigenregie um zu realisieren, dass Stress wat etabliert ist in unserem Umfeld, es jedoch kein erstrebenswerter Dauerzustand ist!
Entspannen ist mittlerweile eine Kunst für sich. Sich einfach mal zu zwingen aufs Bett zu liegen, ruhige Musik zu hören und dabei die Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen. Ist das erst mal (natürlich nach gewisser Zeit und ausreichend Geduld) geschafft… kann man auch getrost die Blutdrucksenker und Schlaftabletten wieder absetzen.
Und wenn nicht sollte man sich eventuell Gedanken über “professionelle Hilfe” machen. an dieser Stelle verweise ich wieder vertrauensvoll an unsere Überflussgesellschaft.

Begegnungen

Tuesday, August 15th, 2006

Manche Begegnungen sind derart unverhofft, dass man sie vielleicht gar nicht wahrnimmt während sie geschehen. Aus manchen entsteht etwas - vielleicht mit vielleicht ohne Tiefgang.
Oft sollen sie nur für den Moment sein, auch wenn man es erst nicht glauben möchte… verdrängt man das allerdings und klammert sich gewaltsam an etwas was man sich herbeiwünscht merkt man relativ schnell was einem diese Zwangsverlängerung bringt - nämlich nichts! Dann lieber beizeiten einen Schlussstrich ziehen.
Natürlich passiert es auch, dass der Schlussstrich erst später kommt - und selbst wenn einem der Gedanke schier unerträglich erscheint eine geschätzte oder geliebte Person nun für immer (welch ein bedeutungsschwangeres Wort) gehen zu lassen… so ist es eben doch besser, als qualvoll mitzuerleben wie man sich allmählich nichts mehr zu sagen hat, weil die einstige Verbindung nicht mehr besteht.
Eine langjährige Freundschaft mit der Kindheits- und Jugenderinnerungen verknüpft sind, eine Arbeitsbekanntschaft, eine aufgelöste Beziehung… wenn es sein soll begegnet man sich irgendwann wieder - und dann fühlt es sich vielleicht wieder richtig an. Aber man sollte keine Reue oder Wut bei der Erinnerung verspüren sondern sich eine schöne Erinnerung behalten - müsste man sonst nicht irgendwann sein halbes Leben bereuen?

Spaß ist was ihr draus macht…

Sunday, August 13th, 2006

… hieß es mal ganz treffend in der Fanta-Werbung. Wenn man an einem Camping-Wochenende am Bodensee eigentlich nur Regen und Sturm hat, dann kann einem das schon die Laune vermiesen - muss aber nicht! Man muss nur sich und die Leute ein wenig motivieren, den Bierautomaten etwas beanspruchen und dann geht der Rest von ganz allein.
Aber nicht nur in solchen Fällen - nein an jedem Tag unseres Lebens haben wir doch mit Widrigkeiten zu kämpfen! Wir werden geblitzt - na und?! Das ist passiert, wir können jetzt eh nix mehr dran ändern, wieso also den Abend versauen lassen? Oder uns nimmt jemand die Vorfahrt… oder irgendwer wirft uns nen blöden Spruch hinterher. Nur weil die Leute mit sich oder irgendwas anderem gerade unzufrieden sind müssen wir uns doch nicht auch davon beinträchtigen lassen, oder? Man muss sich angewöhnen sich derartige Dinge nicht zu Herzen zu nehmen und sich die Stimmung versauen zu lassen, sonst müsste uns ja schließlich allen die Kinnlade bis zum Boden hängen!
Das Leben ist schön - es kommt nur drauf an wie man ihm begegnet!

Zufriedenheit ist ein wertvolles Gut

Sunday, August 6th, 2006

Es gibt zu viele Menschen die mit nichts zufrieden sind.
Klar; niemand hat alles - auch nicht alles was er/sie sich wünscht - ist auch schwer das umzusetzen. Aber man sollte nicht an das denken was einem fehlt sondern an das was man hat und lernen dankbar dafür zu sein. Das ist ein langer Weg, denn was mit einem kleinen Gedanken beginnt braucht lange Zeit um die tiefen Gedankenstrukturen unseres Alltags zu durchwirken.
Woran merkt man eigentlich, dass man unzufrieden ist? Traurigkeit oder Unruhe ohne zu wissen woher es kommt, ständiges Meckern über alles und jeden, sich über nichts wirklich freuen können. Natürlich gibt es noch mehr Anzeichen, aber das ist doch das was uns am häufigsten begegnet.
Man muss lernen, dass eben nicht alles perfekt ist - nie sein kann. Dass die Dinge nicht immer so laufen können wie wir das gern hätten. Es ist wichtig die eigenen Fehler zu kennen und zu tolerieren - nobody’s perfect! Wenn man mit sich selber in Einklang gekommen ist, sollte man anfangen seine Umwelt zu verstehen und zu akzeptieren wie sie ist. Das Leben ist schön! Man muss erst mal lernen sich an den kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen bevor man sich an die großen wagt.

Wie (de)motiviere ich meine Mitarbeiter?

Thursday, August 3rd, 2006

Ein Mitarbeiter ist motiviert wenn sein Arbeitsplatz sicher ist, ihm seine Arbeit Freude bereitet, das Arbeitsklima im Betrieb angenehm ist, er bezüglich seines Arbeitsgebers weiß woran er ist und wenn er angemessen entlohnt wird.
Je mehr dieser Aspekte abhanden kommen, desto geringer ist die zu verzeichnende Mitarbeiter-Motivation.
So kann es ungemein negative Auswirkungen auf die gerade ausgelernten Azubis haben, wenn man sie erst 3 Wochen hier, 5 Monate dort und wieder 7 Monate hier arbeiten lassen will (und wir reden hier nicht von verschiedenen Abteilungen sondern Städten deutschlandweit). Wenn man dann am letzten Tag daherkommt und sagt sie dürfen in der Ausbildungsstätte bleiben - für mindestens 1 Jahr- und wenige Tag später sagt “naja eigentlich nur bis zum Ende des Jahres” … dann kann man sich vorstellen, dass die anfänglich ohnehin ambivalent durchwirkte Euphorie nun erst recht gedrückt wird! Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass die Ausgelernten personalpolitisch gesehen nicht einmal in der Lage gewesen waren abzulehnen (da ja alles schon quasi bundesweit geklärt war…)
Personalpolitik gibt es so und so. Aber man könnte sie schließlich auch zur Motivation der Arbeitnehmer verwenden; nicht zur Demotivation!

R.I.P.

Wednesday, August 2nd, 2006

Nach einer mehrwöchigen Palliativbehandlung trennte ich mich nach ihrem Ableben schweren Herzens nach fast 3 Jahren von meiner Festplatte…
Bemerkt wurde der Fehler bereits zuvor, doch die Auswirkungen wurden erst in der Hitze des Sommers wirklich bemerkbar. In den letzten Stunden rettete ich sämtliche wichtigen Daten (und hab logischerweise ein paar vergessen *grummel*) auf meine “Schätzle” - meine Externe 250Gig Platte. Nun hab ich eine neue interne - auch 250Gig - genug Platz zum zumüllen. Hab endlich wieder alle lebensnotwendigen Programme installiert - also weitestgehend. Die Backups waren für’n A**** da sich ein Virus im Betriebssystem eingenistet hatte…
Aber jetzt ist ja alles wieder gut und ich kann mich auch wieder hier austoben! *jippieh*