6 Meter 90

Früher, also in den 60-/70-ern, war es so, dass die jungen Mädels und Frauen die ihre Stars angehimmelt haben nach den Konzerten hinter die Bühne mitgingen und… sagen wir mal “Zeit mit ihnen verbrachten”, die eher schüchternen saßen daheim vor den Postern, hörten die Platten und damit war’s gut.
In den 90-ern kam das Phänomen der so genannten Star-Liebe in Mode. Take That war das Beispiel schlechthin. Das Zielobjekt der pubertären Liebe “Nimm meine Hand!” - herrlich unschuldig. Als Take That sich dann auflösten erschütterten Selbstmorde der verzweifelten Teenager die Menschen (”Der CD-Player lief noch, ich hörte es deutlich ‘How deep is your love?’ Es war’n 6 Meter 90″ Besangen Blumentopf die Vorkommnisse).
Wie sieht die ganze Chose heute aus? Da stehen die 13-jährigen mit tiefem Ausschnitt wo meist noch nicht ist (also gewachsen - naja, ihr wisst schon), halten Transparente mit der Aussage hoch “Bill, ich will ein Kind von dir” (womit auch immer das gestillt werden soll *räusper*) in die Höhe und kreischen sich die zarten Hälse wund.
Da frag ich mich doch… sind die entweder stracke doof und setzen Sex (was muss mer in dem Alter schon Sex haben?!) mit Kinder bekommen gleich - hat man heutzutage nicht ab der Vorschule Sexualkunde? - ohne sich die Konsequenzen und daraus resultierende Verantwortung bewusst zu machen (bewusst oder aus bereits vermuteter Doofheit) ODER! diese kleinen Gören sind abgefeimter als man glaubt und ahnen, dass Tokio-Bordell mit den Millionen von verkauften Klingeltönen einen Haufen Kohle scheffeln und sie mit dem Balg ordentlich Alimente kassieren können - natürlich gesetzt dem Falls, dass die überschminkten Bübchen zeugungsfähig sind…
So vollzieht sich der Wandel von Simplizität über Träumerei hin zu hysterischen Pragmatismus… Bei der heutigen Situation am Arbeitsmarkt und angesichts der Rentenkassen muss schließlich jeder bei Zeit gucken wo er bleibt ;-)

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