Archive for September, 2006

Work works

Tuesday, September 26th, 2006

Sagt ein englisches Sprichwort; was sich frei vielleicht mit dem schwäbischen “Schaffe isch a G’schäft” übersetzen ließe…

Vielleicht ist es auch dem einen oder anderen Schüler einmal aufgefallen… Wenn man die erste, die vierte und die sechste Stunde Unterricht hat und dazwischen Hohlstunden, ist man am Ende diesen sinnbefreiten Tages viel erledigter als hätte man 6 Stunden Unterricht gehabt - klingt komisch, is aber so!

Genauso ist es wenn man in der Arbeit nicht arbeiten kann. Das ist viel anstrengender weil man nur am Warten ist bis das blöde Programm endlich tut. Testprogramme, quasi Beta-Versionen, die erst geprüft werden bevor sie bundesweit an den Start gehen und daher erst mal über einen Testserver laufen sind sooo langsam… dass man ungelogen einen Kaffee holen und auf die Toilette gehen kann zwischen anklicken und aufpoppen des Anmeldedialogs… frustrierend oder?

Nichts desto trotz lässt sich der Tag angenehm gestalten wenn sich die “Leidensgenossen” zusammentun und etwas nach mehr-oder-minder-getaner Arbeit unternehmen um abzuschalten - Gruppendynamik nennt sich so was und ist was Schönes - das macht alles gleich viel angenehmer wenn man in der Gruppe harmoniert und sowieso und überhaupt!
In diesem Sinne - zurück an die Arbeit!

Mad World

Saturday, September 23rd, 2006

Überall erheben sich z.Zt. die Menschen – teils gegen die Regierung, teils gegeneinander. In Ungarn wird seit Tagen das Parlament belagert, nachdem zunächst ein Radiosender gestürmt worden war, der eine Tonbandaufnahme einer parteiinternen Rede ausgestrahlt hatte. Die Thailänder sind „putsch-munter“, das Militär hat mittlerweile den Regierungschef Thaksin gestürzt, binnen 2 Wochen soll die Macht an Zivilisten abgegeben werden und bis spätestens Oktober 2007 (!!!) soll es Parlamentswahlen geben – besser spät als nie.
In Indonesien wurden 3 Christen wegen „religiös motivierter Gewalt“ hingerichtet – woraufhin sich die Christen des Landes erhoben, Autos anzündeten, randalierten und Moslems jagten.
In Polen werden die Probleme friedlich angegangen, Neuwahlen… Und wie sieht es in „good old Germany“ aus? Wir werden schließlich genauso für dumm verkauft („Die Renten sind sicher“ – ja klar, wir merken’s oder mein Lieblingszitat “Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen!” Walter Ulbricht im Juni 1961, 2 Monate bevor es dann doch soweit war…)
In jedem Land schaffen es die Menschen bei einer solch gnadenlosen Volks-Verarschung auf nachdrückliche Weise klar zu machen, dass sie sich das nicht bieten lassen. Die Deutschen war seit jeher nicht sehr motiviert wenn es allein schon ums Demonstrieren ging, geschweige denn sich zu bemühen etwas zu verändern – typisch deutsch geht man nicht zur Wahl, beschwert sich über das Endergebnis, redet darüber was andere doch tun könnten und begnügt sich weiterhin mit „Brot und Spielen“ – das alte römische Konzept das immer noch seine Wirkung tut – na bravo.

Bei Hempels unter’m Sofa …

Wednesday, September 20th, 2006

Den meisten dürfte es ja bekannt sein, dass man manchmal nicht mehr so ganz Herr seiner Sinne und auch seines Erinnerungsvermögens ist, wenn man des Nachts - oder morgens - von einer exzessiven Nacht heimkommt und anfängt alles abzulegen was beim Rausch ausschlafen hinderlich sein könnte. Bei einer solchen Gelegenheit dachte ich mir “Mensch, jetz wirf doch mal den Ohrring unters Bett - klasse Idee ey!” Gesagt getan, und am nächsten Morgen - also Mittag - hatte ich den Salat… und was unter dem Bett hervorkam will sicher niemand wissen… ich erzähls aber trotzdem!
Abgesehen von meiner Staubmilbenzucht die sich in der Staubflockensammlung eingenistet hatte, Katzenleckerlies, Socken, Unterwäsche, (m)einer Abschlußzeitung und 2€ kam dann auch endlich mal der Ohrring zum Vorschein - und noch ein anderer von dem ich dachte ich hätte ihn für immer verloren. Manchmal kann es also ganz nützlich sein aufzuräumen ;-)

? Trash-Punk - Hippie - Oi-Skin - Emo ?

Sunday, September 17th, 2006

Am gestrigen Abend wurde ich unfreiwillig Zeuge einer Diskussion zweier (was weiß ich was die waren - Siffer eben) darüber wer aus ihrem Bekanntenkreis in welche Schublade zu stecken sei. Irgendwer war kein Hippie sondern ein Trash-Punk, aber jemand anderes war ein Hippie und wiederum wurde die Frage gestellt was die eine Person selber dazustellen versuchte/glaubte. Nicht lachen, so was ist wichtig!!! Bei Wikipedia kann man sogar zu vielen dieser Begrifflichkeiten eine Definition nachlesen - dann kann jeder abhaken zu welcher Gruppierung er sich zu zählen hat. Je nachdem wie man sich frisiert, welche Farbe der Lidschatten hat, welche Schuhe man trägt, sonstige Farben der Kleidung und Accessoires… Also wäre meine Lieblingshose punkig, meine Schuhe Emo, mein Nietengürtel zwischen Emo und Metall, ein Teil meiner Lebenseinstellung Hippie, meine Haare - tja weiß auch nicht… vielleicht hätte ich die Experten an der S-Bahn Station fragen sollen was ich bin um mich künftig von Kleidungsstil und Lebensweise besser orientieren zu können? Schließlich sind Schubladen wichtig! Dann weiß ich auf einen Blick ob ich diese Person jetzt mögen darf oder nicht, ob ich den Wunsch verspüren sollte ihr eins aufs Maul zu geben oder ihr meine Bierflasche reichen soll.
Für Leute die sich in der Selbstfindungsphase befinden und unsicher sind wie sie anderen Menschen begegnen sollen ist das natürlich eine praktikable Lösung - geht ja auf einen Blick. Aber vielleicht sollte man sich doch ab und an die Mühe machen hinter die Schuhe, den Nietengürtel und die rot-gesträhnten Haare mit dem Seitenscheitel (angeblich typisch Emo) zu schauen und festzustellen, dass das einfach ein netter Mensch ist, vielleicht witzig oder ernst, gebildet oder desinteressiert… Und dann kann man die Schublade aufziehen - oder es auch lassen!

Fisch im Eis

Thursday, September 14th, 2006

Der Nahrungsmittelkonzern Unilever hat herausgefunden, dass ein in der Tiefsee lebender Aal-ähnlicher Fisch ein Protein bildet, welches die Bildung von Eiskristallen erst bei niedrigeren Temperaturen zulässt - sprich der Fisch überlebt auch bei Temperaturen weit unter Null.
Unilever möchte dieses Gen nun einer Bäckerhefe zusetzen und diese dem Eis hinzufügen, um weniger Fett in der Produktion zu benötigen, wodurch das Eis ja cremiger ist… welches Eis? Langnese-Eis!!! Fisch-Gene in meinem Eis - nein danke! Das Eis hätte dann zwar 30% weniger Kalorien und halb soviel Fett - aber irgendwo hört’s doch auf! Es achtet natürlich auch niemand darauf welche Folgen das Gen-Eis haben könnte… nicht für Langnese (die würden Geld scheffeln - klar) aber ob nicht unser Organismus Schaden davon trägt? (Mehr zum Thema hier)
Die Zulassung hat Unilever bereits nach EU-Recht in Großbritannien beantragt - in den USA ist der Herstellungsprozess nach Angaben des Konzerns bereits genehmigt. Aber in den USA ist ohnehin fast jedes Lebensmittel genverseucht.
“Wie schützen Sie sich davor?” wurde eine Amerikanerin in einer Umfrage gefragt (blöder Satzbau, ich weiß). Antwort (Achtung jetzt kommt’s!): “Ich ernähre mich vegetarisch und wasche mein Gemüse.” WOW! N Dicken Respekt für die Dame aus den USA - sehr bewusste Art einzukaufen und sich zu ernähren.
Traurigerweise kann man auch im etwas besser informierten Deutschland nie sicher sein was im Essen drin ist - deswegen keine Fertignahrung kaufen sondern lieber was Anständiges und dann selber kochen - schmeckt eh viel besser!

Mach 5 …

Sunday, September 10th, 2006

Neulich beim Fernsehen (Simpsons um genau zu sein) – begegnete mir eine neue technische Errungenschaft auf die ich eigentlich schon gewartet habe – ein Rasierer mit 5 Klingen; ahja und für Frauen gibt es inzwischen auch Rasierer mit 4 Klingen. Immer mehr immer besser immer schneller – das Motto unserer schnell-lebigen Gesellschaft.

Autos kommen immer schneller von Null auf hundert, die Dinge werden uns immer schneller geliefert – sind quasi schon im Wohnzimmer bevor wir auf „kaufen“ geklickt haben, das Essen ist in einer Minute fertig – in der gleichen Zeit die der Nagellack zum Trocknen braucht (angeblich – im Selbstversuch war das Mistding auch nach 5 Minuten noch nicht vollständig getrocknet!).
Aber das kommt uns ja allen sehr entgegen, schließlich ist Zeit Geld, aber wir haben alle keine Zeit – und Geld auch nicht wirklich. Niemand hat Zeit für Familie, für Hobbys, keine Zeit zum entspannen, keine Zeit um krank zu werden, keine Zeit zum Kacken (’Schuldigung, das mußte sein), nicht mal Zeit zu sterben. Traurig aber wahr – der Mensch ist ein Herdentier, und wenn’s alle machen, zieht der Rest auch mit, denn Stimmungen und Emotionen übertragen sich unter den Menschen genauso wie unter den Tieren.
Deswegen: einfach mal „Have a break – have a KitKat“ oder was man sonst so mag und sich nicht vom Rest beeinflussen lassen – jawollja!

Das Wichtigste

Saturday, September 9th, 2006

Das Wichtigste im Leben ist nicht Geld, nicht Ehre, nicht Ansehen, nicht mal eine Beziehung… nein eigentlich die Fähigkeit dankbar zu sein - und zufrieden. Es muss nicht immer von allem das non-plus-ultra sein, manchmal ist weniger mehr, denn selbst wenn wir mal alles das haben was wir wollen, werden wir immer noch ein Streben nach mehr empfinden - das ist natürlich auch gut so. Man sollte nicht einfach auf der Stelle stehen bleiben und sich nicht weiter entwickeln. Aber man sollte auch bei Teilerfolgen schon glücklich sein können, denn man hat ja trotzdem etwas erreicht - wenn auch nicht alles!
Es gibt schließlich viele Dinge die wir haben und nicht entsprechend schätzen. Wie viel kann es bedeuten wenn man Eltern hat die einen unterstützen, Freunde die immer für einen da sind, die einen so lieb haben wie man ist und einem Glück gönnen, ein angenehmer Arbeitsplatz, selbst wenn man morgens früh raus muss oder abends lang bleiben muss. Diese Liste kann noch ewig weitergeführt werden, jeder einzelne hat unzählige kleine Dinge die ihm das Leben lebenswert machen - es muss sich nur jeder bewusst machen und es zu schätzen wissen… und es seinen Mitmenschen auch mal sagen, dass sie einen bereichern.

Das Parfüm

Saturday, September 2nd, 2006

Im o.g. Buch von Patrick Süßkind wird eine kontroverse Geschichte um das Thema Düfte und menschliche Gerüche gesponnen. Jeder Mensch hat seinen eigenen typischen Duft - nennen wir es mal Eigengeruch. Den kann man ergänzen oder viel mehr überdecken indem man diverse Duftwässerchen zur Hilfe nimmt.
Viele haben sicher schon mal die Erfahrung gemacht eine Person kennen zu lernen und von dem Parfüm ganz hin und weg zu sein, natürlich kann man sich das zunutze machen… allerdings ist es sicher genauso vielen Menschen schon passiert, dass sie jemanden ganz nett fanden, aber irgendwie bei der Umarmung nicht ganz so positiv berührt waren… bewusst oder unbewusst durch die intensive Wahrnehmung des Eigengeruchs der Person. Manchmal ist es dagegen so, dass einem dieser Duft alles andere als unbehaglich oder auch gewöhnungsbedürftig vorkommt - dann stimmt oft die Chemie. Wenn allerdings die Nähe aus irgendwelchen Gründen als unangenehm empfunden wird… dann erklärt Süßkind uns das anhand der unterbewussten Geruchswahrnehmung die über Sympathie und Antipathie entscheidet.
Ist es also nicht ganz so eine gute Idee sich gänzlich zuzunebeln mit künstlichen Gerüchen, da sie dem Gegenüber etwas vorgaukeln? Natürlich will man das manchmal auch… aber manchmal eben gerade nicht. Also hin und wieder… in bestimmten Situationen eher auf Natürlichkeit setzen, schließlich ist manchmal weniger mehr.