Valentinsgezappel

Einen wunderschönen Fleuroptag! (An keinem Tag im Jahr ist der Umsatz der Blumenindustrie so hoch wie am 14. Februar). Den wahren Werdegang des 14. Februar zu erläutern nimmt zuviel Platz ein, die Kurzfassung ist, dass der Tag auf Bischof Valentin von Terni zurückzuführen ist, der nach einer Sage an besagtem Tag heimlich christliche Trauungen durchgeführt hat - und zwar für Paare die der Staat nicht getraut sehen wollte. Irgendwann wurde bei Hofe eingeführt, dass man einander Briefchen übergibt, das wurde immer weiter ausgebaut, bis nach den 1950′ern die Blumen und Pralinenindustrie Werbung gemacht hat um für sich Profit zu schinden - sehr romantisch!
In Finnland wird der Freundschaftstag gefeiert - Freunde und Bekannte die einem am Herzen liegen erhalten eine kleine Aufmerksamkeit - immerhin etwas zulässiger für meinen Geschmack, aber:
Sollten es mir mein Partner und auch meine Freunde nicht das ganze Jahr über Wert sein ihnen Aufmerksamkeit und Liebe zu zollen? Auf Knopfdruck an diesem Datum romantisch sein, Stimmung, Blumen, Ausgehen… klasse. Ein Geschenk ist doch um so wertvoller je zwangloser es gegeben wird. Quasi ohne Anlass, völlig unerwartet macht ein Geschenk eigentlich viel mehr Freude als wenn es zu einem Termin erzwungen wird. Und wenn der Partner das ganze Jahr nicht zu Romantik fähig ist wird es der Valentinstag nicht verbessern - Tatsache. Die Geste “ich hab spontan an dich gedacht und wollte dir eine Freude machen” - und sei es “nur” eine Blume die im Nachbarsgarten geklaut wurde - ist doch an sich viel romantischer als eine nach Kalender und auf Bitten hin überteuert gekaufte, halb verwelkte Klischee-Rose…

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