• Zufälliges Bild


  • Du sollst dir kein Bildnis machen …

    Blogged by Becca as Impressions — Becca Mon 19 Mar 2007 6:53 pm

    Heißt es in den 10 Geboten - jedoch in Bezug auf Gott. Dass dieses Gebot jedoch auch auf uns und unsere Mitmenschen anzuwenden ist - zumindest sein kann - habe ich ein wenig zu belegen versucht. Natürlich versuchen wir stets unsere Mitmenschen und die die wir lieben zu ergründen, aber kann es nicht auch sein, dass genau dieses zu tiefe ergründen wollen des Seelenlebens anderer oder der Wunsch uns selbst zu analysieren ein Schuss nach hinten sein kann und wir genau das Gegenteil von dem erreichen was wir uns erhofft hatten?

    (Was ein paar Tage krank sein an Kreativität wecken können ist faszinierend, oder?)

    Bildnis

    Blogged by Becca as Uncategorized — Becca Mon 19 Mar 2007 6:42 pm

    Eigentlich ein Satzfragment aus den 10 Geboten, wurde es in einem Buch verwendet welches ich vor Jahren gelesen habe. Dort war der Zusammenhang, dass man sich von Freunden und Partnern kein Bildnis machen soll. Aber wie weit oder eben nicht weit soll das gehen? Sicher ist nicht gemeint, dass man blindlings auf jeden Menschen zugehen soll. Es ist immer gesund zu hinterfragen, zu wissen wie ein Mensch ist und wie er anzugehen ist. Gerade in einer Partnerschaft gehört es natürlich irgendwie dazu den anderen nie gänzlich zu ergründen. Wieso? Zum einen gehört sicherlich ein gewisser Reiz dazu; lernt man einen Menschen kennen ist man ja zunächst bestrebt mehr über ihn zu wissen, am besten alles. Ob man je dahinter steigt ist eine andere Frage. Zum anderen sind die Abgründe der menschlichen Seele tief – bei jedem! Und trotz aller Vertrautheit und jeder rationellen Erhabenheit über Augenwischerei gibt es immer Dinge die besser unausgesprochen, unbemerkt bleiben, über die man einfach nicht nachdenken oder genauer gesagt ihnen keine Bedeutung beimessen sollte wenn man die Beziehung weiterführen möchte. Francois Lelord sagt in seinem Buch „Hectors Reise“, dass Glück oft bedeutet etwas nicht zu wissen… Oft sind diese Dinge gar nicht wichtig, könnten vom anderen falsch verstanden werden, gehören schlichtweg der Vergangenheit an oder waren schon immer zu kategorisieren unter „warum hab ich das eigentlich gemacht?“ – derartiges sollte nicht zwischen den Menschen stehen. Zuviel Wissen kann im Endeffekt genauso das Bild verzerren wie zuwenig Wissen. Aber auch wenn man dem Partner das Zugeständnis von Geheimnissen, Freiheit und Privatsphäre macht sollte man trotz allem nicht einfach Dinge ausblenden die man eben nicht sehen will obwohl sie da sind – unleugbar. Es wichtig zu unterscheiden was eine Tatsache ist, was man als solche haben möchte oder als solche ignorieren will. Sich Dinge schönzureden ist schätzungsweise noch schlimmer als etwas über zu bewerten. Reagiert man über so kann man seine Meinung meist noch mal revidieren, seinen Fehler eingestehen und das ganze lässt sich relativieren. Redet man sich lange Zeit etwas schön kann es sei, dass man falsche Entscheidungen trifft – die einen mehr die anderen weniger schwerwiegend. Es ist natürlich immer eine Gratwanderung zu unterscheiden wie relevant oder irrelevant ein Umstand für eine zwischenmenschliche Beziehung ist und da lässt sich auch nicht eine mit der anderen vergleichen, da es immer andere Menschen sind, jede Situation irgendwie ein wenig anders. Wenn es einem selber an einer gewissen Objektivität mangelt kann man natürlich auch Freunde oder anderen Personen seines Vertrauens zu Rate ziehen die das ganze mit einem gewissen Abstand betrachten. Entscheidungen muss allerdings jeder für sich treffen. Auch die Entscheidung wie detailliert das Bild sein soll welches man sich vom anderen macht.

    Und selbst wenn man nun Eigenschaften entdeckt, sich diese im Bild welches man über die Person hat manifestiert haben, welche man nicht schätzt muss das nicht bedeutet, dass dieser Mensch in seiner Gesamtheit schlecht ist. Genauso wie man sich über andere Menschen „ein Bildnis macht“ sollte man dies auch von sich selber tun. Nicht um sich selbst zu kritisieren… denn das tun vermutlich andere schon zur Genüge. Man sollte versuchen sich selbst gegenüber konstruktiv zu sein, auch unter Einbezug anderer Meinungen (insofern sie subjektiv vorgetragen wurden). Selbstverständlich ist es nur natürlich, dass jeder seine „Entwicklungspotentiale“ hat - sprich seine Schwächen. Sowas ist dann kein Henkersurteil sondern man hat ja die Chance gewisse Dinge ein wenig in den Griff zu bekommen – Ungeduld, Aggressionen, Minderwertigkeitsgefühle… und es hilft einem oft auch andere nicht zu hart zu beurteilen, denn schließlich können wir nur deswegen Toleranz gegenüber anderen aufbauen, indem wir unsere eigenen Fehler erkennen und anerkennen und sehen, dass es nicht mit einer Handbewegung erledigt ist sondern nach der Selbsterkenntnis auch Zeit benötigt. Trotz allem sollte niemand je die Fähigkeit verlernen trotz allem die positiven Eigenschaften der Person weiter zu sehen und zu würdigen. Und ebenso sollte man mit sich selbst verfahren, denn wenn von allen Seiten immer nur Hiebe kommen, dann lässt die Motivation schnell nach die eigenen Schwächen etwas zu stärken. Man muss sich selbst Lob zu sprechen und auch anderen gegenüber ein Lob für etwas anbringen können, denn das ist die wirkliche Belohnung – ehrliche Anerkennung! So etwas bedeutet vielen Menschen sehr viel – mehr als, dass man mit ihnen einen Abend lang trinkt oder sonstiges – auch wenn sie es sich nicht anmerken lassen, denn wer trägt sein Herz auf der Zunge wie ein Sprichwort sagt? Es gilt zu unterscheiden ob Menschen sagen was sie denken oder ob sie sagen was sie fühlen. Manchmal hat ein ausgesprochener Gedanke laut eine andere Bedeutung für die Zuhörer als für die aussprechende Person wenn ihr dieser Gedanke durch den Kopf geht. Damit könnten wir jetzt wieder bei Missverständnissen anfangen, so entstehen sie… und wie löst man sie? Man muss über die Dinge reden wenn man sich gekränkt oder ungerecht behandelt fühlt, sonst kann sich leicht etwas hochschaukeln was niemand so beabsichtigt hat – und wenn man dann diese falsch verstandenen Worte auf die Goldwaage legt hat man ein verzerrtes Bildnis von seinem Gegenüber…

    Das Leben

    Blogged by Becca as Impressions, Life ... — Becca Wed 14 Mar 2007 2:53 pm

    … kann verwirrend sein, vorallem wenn man auf der Suche nach sich selbst ist. Einen “essay” (immer diese Anglizismen) zu diesem Thema und dem was meine Eindrücke zu dieser Lebensphase sind habe ich hier veröffentlicht. Kein Ratgeber à la “Dr. Sommer”, aus dem Alter sind wir sicher alle heraus - eher einer Schilderung was das Leben mit einem macht mit der sich vielleicht auch jemand identifizieren kann.

    Adoleszenz

    Blogged by Becca as Uncategorized — Becca Wed 14 Mar 2007 2:46 pm
    • Die Adoleszenz (v. lat: adolescere = heranwachsen) ist das Übergangsstadium in der Entwicklung des Menschen von Kindheit (Pubertät) hin zum vollen Erwachsensein und stellt den Zeitabschnitt dar, während dessen eine Person biologisch ein Erwachsener ist, aber emotional und sozial noch nicht vollends gereift ist.

    Das hat Wikipedia zu diesem Wort gefunden… aber eigentlich steckt viel mehr dahinter. Man könnte meinen die Pubertät sei die schwierigste Phase… meine persönliche Meinung ist, dass es die Phase danach ist – wenn man als erwachsen betrachtet wird und es wohl auch sein sollte, aber sich irgendwie nicht mit dem typischen Bild, welches uns unsere Gesellschaft für Erwachsene vorgibt, identifizieren kann.

    Man fängt an sich mit sich selbst auseinander zu setzen, mit seinen Beziehungen – zu den Eltern, Verwandten, Freunden, aktuellen und ehemaligen Partnern. Das alles wird anders. Man sucht nicht mehr das gleiche in den Zwischenmenschlichen Beziehungen wie noch vor 5 Jahren. Früher wollte man sich vielleicht cool fühlen, akzeptiert (nun gut das bleibt!), man wollte Party machen und Scheiße bauen. Heute achtet man auf andere Dinge. Freunde sollen verlässlich sein, für einen da, loyal und tolerant. Beziehungen ändern sich, man richtet sein Augenmerk auf andere Dinge, da muss heute nicht mehr das Outfit und die Coolness stimmen, sondern dass der Charakter passt und die Beziehung Zukunft hat. Insgesamt wird man vernünftiger, man schleppt seine zum Scheitern verurteilte Beziehung nicht mehr Ewigkeiten mit sich herum, es geht da auch nicht mehr um Schuldzuweisungen, sondern das Erkennen was genau nicht funktioniert hat um quasi etwas über sich herauszufinden – und für weitere Versuche zu wissen worauf man sich besser gar nicht erst einlassen sollte…

    Irgendwie ist diese Lebensphase manchmal so verstörend, verwirrend, kräftezehrend – man ist auf der Suche nach sich selber, sucht nach einem Sinn, schönen Momenten, noch mehr als früher nach Geborgenheit, Menschen die ähnlich denken und empfinden, man will mehr wissen, erleben, erfahren, die Welt sehen … FÜHLEN! Spüren, dass man am Leben ist – man will alles und zwar gleich. Irgendwie geht die Zeit schneller vorbei, aber die Entwicklung geht einem nicht schnell genug. Die Entwicklung zum wahren Selbst – wer bin ich (das ist die elementarste Frage), wo steh ich im Leben (da ist man sich wahrscheinlich mal mehr mal weniger sicher) und wo will ich hin? (Diese Frage ist für manche sicher diejenige, welche am schwierigsten mit Sicherheit zu beantworten ist – wenn man jedoch nicht weiß wer man ist, dann weiß man auch nicht welcher Weg der richtige ist!).
    Was ich beispielsweise herausgefunden habe, ist, dass ich mich unvollständig fühle. Ich weiß da fehlt irgendetwas, ich weiß allerdings nicht was es ist. Eine Tätigkeit, eine Sache mit der ich mich beschäftige, eine Person - und falls es das sein sollte in welcher Hinsicht? Vermisse ich eine Freundschaft, suche ich eine ganz bestimmte die mir auf der emotionalen Ebene etwas geben kann was mir meine aktuellen nicht geben? Wobei das fast nicht sein kann, da ich so von grundauf verschiedene Menschen zu meinem Freundes- und Bekanntenkreis zähle, dass ich alle wichtigen Gesprächsthemen und Konversationsebenen abegedeckt habe. Aber allein das Wissen darum, wieso ich nicht 100% glücklich bin ist ein Fortschritt - und irgendwo auf meinem Weg begegne ich der Anwort.

    Ein sehr schöner Film über diese Phase des Lebens ist „Garden State“ – Drehbuch, Regie und männliche Hauptrolle: Zach Braff – vielen aus „Scrubs“ bekannt – ist aber eine ganz andere Liga in diesem Indie-Film. Es geht eben um die Adoleszenz, aufwachen, Selbstfindung, das Auseinandersetzen mit der Vergangenheit, den Eltern und dem neuen Weg den man sucht – das Leben als Twenty-Something. Überhaupt nicht Hollywood-Style, keine sinnbefreite Komödie, keine Satire im eigentlichen Sinn und keine kitschige Liebesgeschichte – einfach das Leben! Es passieren Dinge in diesem Film die jedem passieren könnten – andere sind so skurril aber könnten vielleicht doch passieren? Dazu kommt diese wunderschöne Filmmusik – ruhig, nachdenklich, melancholisch – unterstreicht den Film und ist auch für sich einfach wundervoll anzuhören.

    Was beim Weg finden wichtig ist, außer zu wissen wer man selber ist, ist was man wirklich will – nicht, was einem irgendjemand einzureden versucht, was für andere gut sein mag, was am meisten Geld bringt. Der Weg dahin muss einen schon reizen! Man muss Ausdauer haben und sich vor Augen führen, dass der Weg das Ziel ist! Das Schlimmste ist wenn man sich mit Anfang 20 zwingen will jetzt, gleich, sofort den einen richtigen Weg zu finden und ihn so schnell wie möglich zurückzulegen – denn was macht man denn wenn das Ziel erreicht hat? Man sucht sich ein neues! Und dann fängt ja die ganze Misere von vorne an. Das Traurige ist, wenn man vor lauter „Dem-Ziel-Hinterher-Jagen“ vergisst zu leben (und vielleicht ist das zumindest eine Teillösung meines “Unvollständigkeits-Problems” - ich muss lernen im hier und jetzt zu leben und nicht alles an mir vorüberziehen lassen in der Hoffnugn schneller über die Zielgerade schießen zu können). Man muss davon loskommen sein Leben genau abzustecken wann was zu passieren hat. Klar sollte man nicht gänzlich planlos losrennen – eine ungefähre Ahnung ist zweifelsohne von Vorteil, was man erreichen will – aber es dauert so lange es dauert. Dürfte jedem schon aufgefallen sein – je genauer und detaillierter man etwas plant, desto mehr macht einem das Leben einen Strich durch die Rechnung und alles kommt ganz anders! Es ist auch völlig normal wenn man immer mal wieder seine Pläne ändert, schließlich muss man sich den Lebensumständen anpassen, es geht nicht nach „Schema F“ und ein Patentrezept gab es nie und wird es nie geben. Wir sind alle Improvisationskünstler in unserem Lebenswerk „Mein Selbst“. Es gibt die verschiedensten Einflüsse die uns bewegen etwas Neues hinzuzufügen, etwas Altes zu überdecken – es ist aber immer da! Was wir aber nie vergessen und verlernen sollten ist Vertrauen. In unsere Familie die uns gerade in dieser aufwühlenden Selbstfindungsphase unterstützt und unsere Freunde die zu einem großen Teil selber noch darin stecken und uns nachfühlen können. Niemand muss da allein durch und jeder sollte so vernünftig sein Hilfe anzunehmen, seine Entscheidungen jedoch nach eigenem Empfinden zu treffen.

    Happy Alone

    Blogged by Becca as Life ... — Becca Thu 8 Mar 2007 7:39 pm

    … nicht nur der Titel eines Songs der Kings of Leon sondern derzeit schon fast eine Lebensauffassung. Keine Ahnung ob es normal ist, dass man von Zeit zu Zeit an den Punkt kommt an dem einem die ganze Menschheit einfach nur zuwider ist? Angefangen von einfältigen Dummschwätzern in der Bahn, über Kollegen die es ohne Witz nach dem 10. Mal nicht blicken wie man ein neues Excel-Blatt anlegt oder wenn man hört, sieht und liest was Menschen mit sich oder anderen anstellen. Ein breites Spektrum an Dingen die einen belasten. Ich möcht momentan auch nicht mehr die gute Zuhörerin sein und mir Kindergartengeschwätz von wegen “oh Gott ich bin so aufgeregt er kommt zu meiner Party - was meinst du steckt dahinter?” anhören. Auch Dinge die die Welt nicht braucht wenn eine amerikanische Sekretärin “Fußlifting” betreibt und sich die Füße verkleinern und verschönern lässt. Oberflächlichkeit wo man hinsieht, Naivität und Kleingeistdenken lassen nicht auf sich warten - Leute die meinen aus ihrer Teletubbie-Welt in die Realität stolpern zu müssen sollten nicht heulen wenn sie auf die Schnauze fallen.
    Da bleibt dann der Rüchzug in die - zumindest noch vorerst - kleinen 12qm in der elterlichen Wohnung (und fragt mich bloß nicht warum ich so ein Gesicht ziehe - wart ihr noch nicht draußen?) und mit keiner Menschenseele in Kontakt zu treten. Fernsehen f**** ohnehin die Seele, also bleibt die Massenverdummungsmaschine aus und man führe sich ein horizonterweiterndes Buch zu Gemüte - für alle die sowas nur aus der Schule kennen - mit Büchern kann man auch schöne Dinge in Verbindung bringen (Zitat “Ey isch weiss net, Bücher sin voll hässlich, lesen isch au voll hässlich” - danke für diese Bereicherung unseres Spektrums für die Samstag-Abend-Satire im Lieblingspub).
    In diesem Sinne: The Number you have dialed is temporarely not available - please try again later (oder auch nicht).

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