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  • Revolutionärer Geist

    Blogged by Becca as Uncategorized — Becca Sun 11 Jan 2009 11:40 pm

    Die Rote Armee Fraktion - RAF - als Dokumentar-Spielfilm im Kino. Ein interessanter Film, der einem die Geschichte etwa so vermittelt, als wären da einige Idealisten gewesen die etwas ändern wollten - die gibt es immer. Aber diese haben etwas unternommen und wurden übermütiger und radikaler, bis sie sich schließlich in etwas hineingesteigert haben, vermutlich weil sie nicht wahrhaben wollten, dass es so nicht funktioniert.

    Gehen wir mal zu den Anfängen zurück; wer geht heute noch “auf die Straße” - in den Klischee-Vorstellungen v.a. Punks und Rechte. Aber fragen wir mal anders: WO gehen die Leute auf die Straße oder organisieren sich derartig? Eigentlich viel eher in Ländern in denen es sozial und wirtschaftlich nicht gut läuft - zumindest was Frequenz und Masse angeht. Es scheint, als wäre dort der Idealismus noch größer. Oder liegt es vielleicht eher daran, dass die Leute dort mehr Hoffnung haben - mehr Hoffnung als die Chance, dass es in absehbarer Zeit ernstzunehmende Verbesserungen gibt? Besteht der Zusammenhang darin, dass man sich weniger hilflos fühlt, wenn man aktiv ist?
    Oder, was ist dann andersherum der Grund, dass derartiger Aktionismus rückläufig ist in Deutschland? Interesse? Andere Probleme - und was für welche? Luxusprobleme? Ein etwas größerer Egoismus vielleicht… Oder geht es uns nicht “schlecht genug?” Aber in den 60ern und 70ern ging es den leuten ja auch nicht schlecht - hatten Menschen damals dann einfach mehr Interesse, Zeit, Altruismus? Oder liegt es vielleicht an der wirtschaftlichen Lage, dass die Menschen “gerade erst” in die Problematik hingeraten z.B. um den Job kämpfen zu müssen, Rechnungen nicht bezahlen zu können? Oder sind die Menschen einfach nur zu bequem, zu sehr “Stock im A****” ?

    Vermissen

    Blogged by Becca as Life ... — Becca Sun 4 Jan 2009 2:58 pm

    Etwas vermissen ist eigentlich ein seltsames Phänomen. Vermissen bedeutet, dass man etwas (zurück) möchte was momentan nicht präsent ist. Einen Gegenstand, eine Person, ein Gefühl, einen Zustand.
    Ähnlich lässt sich auch Sehnsucht beschreiben (wenn die Seele Hunger hat) - man wünscht sich etwas herbei was man braucht - aus emotionalen Gründen welche verschieden sein können, gewöhnlich aber mit Liebe und Geborgenheit zu tun haben.
    Wenn man also jemanden vermisst, sich nach der Person sehnt - hat das dann nicht vielleicht den Hintergrund, dass man das gute Gefühl, die schönen Momente und Situationen zurück möchte die man mit diesem Menschen verbindet? Vermisst man dann womöglich nicht speziell einen Menschen sondern eher ein Gefühl, welches einem diese Person einmal geben konnte und folglich ist es weniger ein Vermissen von etwas konkretem sondern eher ein diffuses Sehnen nach diesem Zustand geliebt zu werden und geborgen zu sein?
    Wenn so einfach wäre sich diese Gefühle zu erklären wäre vieles sicherlich einfacher - aber eigentlich ist alles sehr viel komplexer. Wenn ein Blick, ein paar Worte, eine Erinnerung jede Rationalität aus dem Bewusstsein drängen glaube ich - zumindest in diesem Moment - daran, dass es etwas anderes ist als ein generelles Gefühl, welches man eher “wahllos” auf eine Person projeziert, sondern an etwas wie Verbundenheit vielleicht auch Bestimmung - wenn man es nur richtig zuzuordnen und zu deuten weiss.

    Save up high

    Blogged by Becca as Life ... — Becca Sat 3 Jan 2009 11:17 pm

    Über etwas erhaben sein, Dinge nicht an sich heran lassen, Distanz wahren - alles blabla.
    Ich ziehe den Hut vor Menschen die es wirklich, ehrlich, Hand aufs Herz und tatsächlich schaffen - aber wisst ihr was? Ich glaub’s trotzdem nicht.

    Man kann Dinge verdrängen, leugnen, taub sein, abgestumpft - aber irgendwann kommt alles raus.
    Wenn man den Kopf voll anderer - essentiellerer, existenziellerer - Dinge hat, ist einfach kein Raum für manche Gedanken. Ich schätze das ist emotionaler Selbstschutz weil man sonst, salopp gesagt, durchdreht. Aber wenn diese Probleme gelöst sind, oder weniger werden, ist wieder Raum für Gedanken über “Luxusprobleme”.
    Manches schwelt auch unter der Oberfläche des Bewusstseins bis man damit (wieder) in Berührung kommt - und dann kann sich das wie ein Faustschlag anfühlen. Wenn viele solche Erlebnisse innerhalb kurzer Zeit zusamenkommen fährt der Kopf Karusell weil all die blockierenden Keile heraus sind und sich alles unerwartet viel zu schnell in Bewegung setzt… und dann ist man hoffnungslos verwirrt, irritiert, haltlos… schwankt auf dem eingebildeten Podest der Erhabenheit, weiß nicht wohin mit den Emotionen - Sehnsucht, Einsamkeit, Erinnerung, Liebe, Enttäuschung, Wut, Verwirrung, Ärger, Glücksgefühle - die alle auf einmal wieder da sind, nachdem sie so lange einer kraftlosen Leere Platz gemacht hatten.
    Und am meisten frage ich mich jetzt - was bezieht sich worauf ??? Für welche Situation, für welchen Menschen, welches Ereignis ist welches dieser Gefühle bestimmt? Als hätte man über Monate immer wieder Druckaufträge an den Drucker gesendet dessen Patrone leer war - jetzt ist die ausgetauscht und fängt an alles wild zu drucken - aber man weiß nicht mehr an welchem Tag man welches Dokument gedruckt hat…

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