11 Minuten
Paulo Coelhos Buch “11 Minuten” handelt vom Leben einer Prostituierten die sich sehr intensiv mit den Themen Liebe und Sex beschäftigt. Dass Liebe vielleicht dadurch wahre Liebe ist, wenn man bedingungslos liebt, egal ob ein Ende absehbar ist. Wird Liebe eventuell dadurch “makellos”, indem man sie nicht überstrapaziert indem man dem anderen etwas abverlangt. Weil nämlich der andere beginnt sich zu verändern - oder auch man selbst - sobald man zu große Veränderungen verlangt? Man irgendwann nicht mehr die geliebte Person in dem Menschen an seiner Seite erkennen kann?Ist es also womöglich besser, in dem Moment dem eigentlichen Miteinander ein Ende zu setzen wenn das Anfang vom Ende winkt? Weil dadurch wenigstens die Erinnerung unbelastet ist und man sich nie an ein stark belastetes Ende erinnern muss?
Vielleicht wäre das einfach… aber wo würde das hinführen? Kurzweilige intensive Liebesbeziehungen, niemand nimmt mehr Kompromisse und Risiken auf sich. Keiner ist bereit durch eine Krise zu gehen und Probleme zu bewältigen. Wo hört die Romantik auf und wo fängt - ja was eigentlich??? - an? Es muss nicht Vernunft sein - denn manchmal ist es auch vernünftig beizeiten einen Schlußstrich zu ziehen. Ist es Verantwortung? Aber wem oder was gegenüber? Diese Überlegung lässt sich jetzt mit jedem Wertebegriff unserer Gesellschaft weiterführen, allerdings denke ich, dass Verantwortung der Sache am nächsten kommt. Verantwortung sich selbst gegenüber. Für manche ist es einfacher abzubrechen, weniger schmerzhaft. In diesem Fall gebietet die Verantwortung sich selbst gegenüber wohl eher mit der glücklichen Erinnerungen weiter zu machen. Aber wenn jemand glaubt die wahre Liebe gefunden zu haben, wird dieser Mensch in den meisten Fällen opferbereit sein - aus Verantwortung sich selbst gegenüber. Denn wie hoch ist schon die Wahrscheinlichkeit eine verwandte Seele zu finden - und zu halten?