Perfektion

Für viele ist alles eine Suche - die Suche nach dem perfekten Gefühl, dem perfekten Moment, dem perfekten Zustand. Alles wird darauf ausgerichtet, alles erzwungen, darauf hin gearbeitet. Nichts ist gut genug, nicht nahe genug dran. Und wenn etwas dann mal dicht dran war ist danach nichts mehr ausreichend, es fehlt etwas und im Hinterkopf bleibt der Gedanke, dass es doch besser war… dort, damals…
Aber das perfekte ist die Verdänglichkeit von Situationen und Momenten, denn je länger er anhalten würde, desto mehr würden wir Makel daran erkennen, uns langweilen und nicht mehr so glücklich sein wie zu Beginn.  Der Hintergrund? Das Leben ist kein Zustand, unsere Persönlichkeiten sind nicht fest -gefestigt vielleicht irgendwann - aber solange wir uns entwickeln tun das auch unsere Bedürfnisse. Sie sind nicht ewig dieselben und egal wie gut ein Zustand ist, eines Tages wachen wir auf und er ist nicht mehr perfekt - und dann müssen wir etwas tun um das zu ändern. Die Kunst ist im Moment zu leben, nicht immer dem gestern nachzutrauern sondern jetzt genießen und sich auf das morgen freuen. Denn was vergangen ist kommt nicht nochmal - vor allem nicht genau so wie es mal war, weil sich nicht nur man selber sondern alles andere um einen herum verändert. Dafür kommt anderes das genauso aber eben anders schön ist.

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