Archive for the ‘Impressions’ Category

HowTo

Saturday, April 14th, 2007

Ein HowTo, englisch sinngemäß: „Wie mache ich …“, ist eine zuweilen kurze Anleitung, die sich auf das Lösen eines eng begrenzten Problems beschränkt [...] (Wikipedia)
Eng begrenzte Probleme gibt es, komplexe noch viel mehr. Stellenweise lassen sich diese komplexen Probleme jedoch auch ein wenig zerlegen, und zwar in begrenzte Teilprobleme. Beispielsweise wäe ich für “HowTo’s” in Fragen wie beispielsweise “drüber hinwegkommen”, “Freunden sagen wo ihr Problem liegt ohne ihnen auf den Schlips zu treten”, “Die Vergangenheit ruhen lassen” oder wie wär’s mit einem zum Thema “Nicht nur scheinbar sondern wirklich nichts darauf zu geben was andere von einem halten” - oh Moment, wir bewegen uns nun nicht mehr im Bereich der begrenzten Probleme fürchte ich… Ein HowTo zum Thema Spiegeleier braten oder Windows neu installieren gibt es dafür - ein Glück, da kann man die anderen Probleme hinten anstellen!

Sehnsucht

Sunday, April 8th, 2007

Man muss beides verbinden und miteinander abwechseln lassen, Einsamkeit und Geselligkeit. Die eine weckt in uns die Sehnsucht nach Menschen, die andere die Sehnsucht nach uns selbst. (Seneca)

Je mehr wir mit dem einen Extrem konfrontiert sind, wenn wir beispielsweise von einem Treffen zum nächsten rennen, sehnen wir uns immer nach dem anderen, also endlich mal wieder Zeit nur für uns allein. Genauso kann es uns nach einer gewissen Zeit nur mit uns selbst beinahe unerträglich vorkommen uns ausschließlich mit uns selber und unseren Gedanken zu beschäftigen und wir können dann wieder ständig wechselnde Gesellschaft genießen.
So wichtig es ist mit anderen Menschen im Austausch zu stehen, so wichtig ist es auch sich in Ruhe mit seinen Gedanken auseinander zu setzen um sich eine eigene Meinung bilden zu können oder mit den Dingen befassen zu können die einen persönlich interessieren. Nicht nur Freundschaften wollen gepflegt werden, auch der eigene Geist und die eigene Seele.

Du sollst dir kein Bildnis machen …

Monday, March 19th, 2007

Heißt es in den 10 Geboten - jedoch in Bezug auf Gott. Dass dieses Gebot jedoch auch auf uns und unsere Mitmenschen anzuwenden ist - zumindest sein kann - habe ich ein wenig zu belegen versucht. Natürlich versuchen wir stets unsere Mitmenschen und die die wir lieben zu ergründen, aber kann es nicht auch sein, dass genau dieses zu tiefe ergründen wollen des Seelenlebens anderer oder der Wunsch uns selbst zu analysieren ein Schuss nach hinten sein kann und wir genau das Gegenteil von dem erreichen was wir uns erhofft hatten?

(Was ein paar Tage krank sein an Kreativität wecken können ist faszinierend, oder?)

Das Leben

Wednesday, March 14th, 2007

… kann verwirrend sein, vorallem wenn man auf der Suche nach sich selbst ist. Einen “essay” (immer diese Anglizismen) zu diesem Thema und dem was meine Eindrücke zu dieser Lebensphase sind habe ich hier veröffentlicht. Kein Ratgeber à la “Dr. Sommer”, aus dem Alter sind wir sicher alle heraus - eher einer Schilderung was das Leben mit einem macht mit der sich vielleicht auch jemand identifizieren kann.

Valentinsgezappel

Wednesday, February 14th, 2007

Einen wunderschönen Fleuroptag! (An keinem Tag im Jahr ist der Umsatz der Blumenindustrie so hoch wie am 14. Februar). Den wahren Werdegang des 14. Februar zu erläutern nimmt zuviel Platz ein, die Kurzfassung ist, dass der Tag auf Bischof Valentin von Terni zurückzuführen ist, der nach einer Sage an besagtem Tag heimlich christliche Trauungen durchgeführt hat - und zwar für Paare die der Staat nicht getraut sehen wollte. Irgendwann wurde bei Hofe eingeführt, dass man einander Briefchen übergibt, das wurde immer weiter ausgebaut, bis nach den 1950′ern die Blumen und Pralinenindustrie Werbung gemacht hat um für sich Profit zu schinden - sehr romantisch!
In Finnland wird der Freundschaftstag gefeiert - Freunde und Bekannte die einem am Herzen liegen erhalten eine kleine Aufmerksamkeit - immerhin etwas zulässiger für meinen Geschmack, aber:
Sollten es mir mein Partner und auch meine Freunde nicht das ganze Jahr über Wert sein ihnen Aufmerksamkeit und Liebe zu zollen? Auf Knopfdruck an diesem Datum romantisch sein, Stimmung, Blumen, Ausgehen… klasse. Ein Geschenk ist doch um so wertvoller je zwangloser es gegeben wird. Quasi ohne Anlass, völlig unerwartet macht ein Geschenk eigentlich viel mehr Freude als wenn es zu einem Termin erzwungen wird. Und wenn der Partner das ganze Jahr nicht zu Romantik fähig ist wird es der Valentinstag nicht verbessern - Tatsache. Die Geste “ich hab spontan an dich gedacht und wollte dir eine Freude machen” - und sei es “nur” eine Blume die im Nachbarsgarten geklaut wurde - ist doch an sich viel romantischer als eine nach Kalender und auf Bitten hin überteuert gekaufte, halb verwelkte Klischee-Rose…

Armes Deutschland

Monday, February 12th, 2007

Wo man auch hinsieht; Good Old Germany ist dem Untergang geweiht. Wenn ich mir morgens die jungen Leute in der Bahn ansehe… ok, jede Generation will shocken und versucht provokant geschmacklos rumzulaufen. Wenn ich mir aber die Halbsprachigkeit der deutschstämmigen und nicht-deutschstämmigen anhöre… also halb deutsch halb Fäkalsprache… wundert es mich nicht, dass viele Jugendliche ohne Ausbildungsplatz sind und widerrum viele davon unbesetzt bleiben. Wer möchte denn jemandem eine Ausbildung geben, der einem die Word-Rechtschreibkorrektur beim ersten Berichtsheft abtippen zerschießt, weil das Programm nicht mit durchschnittlich 1,7 Fehlern pro Wort zurecht kommt?!
Traurig auch wenn zu den 10 meistbenutzen Wörtern im aktiven Vokabular nicht nur Alder (der Klassiker) und schwör (allmählich veraltet) zählen, sondern zeitlos Worte wie “Bastard” und nette Redewendungen wie “Friss mein A****loch” gehören.
In gewissen Bundesländern werden auffällig oft Neugeborene vergraben, in Mülltonnen und Blumenkübeln abgelegt oder Kleinkinder (mit Glück oft auch nur halb) zu Tode gequält. Was soll daraus denn werden?! Oder wieviele Väter, Onkel oder “Ersatzväter” missbrauchen ihre Töchter, Nichten, “Stieftöchter”? Von seelischer Peinigung bis zum sexuellen Missbrauch wenn nicht gar Mord. Was läuft denn hier falsch?
Aber nicht nur das Proletariat macht Mist, nein, auch wohlbekannte ehemalige Kanzlerkandidaten die noch weniger im Stande sind einen sinnvollen zusammenhängenden Satz herauszubringen (der nicht auf einem Teleprompter vorgeblendet wird) als ein halbtrockener Alkoholabhängiger sind alles andere als lebensfähig, geschweige denn im Stande ein Land politisch zu führen.
Unser Gesundheitssystem ist marode, das Schulsystem überholt… die Jugend geht wieder zum “No Future”-Trend zurück, die Eltern sind inkompenter denn je… jetzt müssen wir eigentlich nur noch einen Artikulations-Spastiker aus der trockenen-Alkoholiker-Selbsthilfegruppe holen der ohne rot zu werden sagen kann, er könne einen “Präventionskrieg” mit unnötig vielen zivilen Opfern mit gutem Gewissen hinnehmen - und wir müssten dann noch den letzten amerikanischen Feiertag adaptieren den wir noch nicht im amerikanischen Stil hierhergeholt haben (nämlich den 4. Juli) um uns mit dem Land der eingeschränkt Fähigen auf eine Stufe zu stellen.

Teufelskreis

Wednesday, January 17th, 2007

Was wird einem Menschen geraten der gerade verlassen wurde? “Such dir jemanden Neues” oder Ablenkung… mir sind schon diverse Variationen untergekommen - im Prinzip bedeutet alles das gleiche. Eigentlich ist dieser Spruch schwachsinnig (sowas geht nicht als “Rat” durch), denn eigentlich begibt man sich damit in einen Teufelskreis. Zuerst sucht man ja den Menschen über den man sich hinwegzutrösten versucht in dem neuen Partner, was für keinen der Beteiligten fair ist! Falls es klappen sollte… irgendwann ist aber vermutlich auch diese Beziehung mal zu Ende - und dann?! Fängt der ganze Mist wieder von vorne an. Das Schlimme ist, dass man auf diese Weise nie über “verflossene Liebschaften” hinwegkommt da man die DInge nicht verarbeitet sondern lediglich verdrängt. So kann es passieren, dass man vielleicht ein zweites Mal oder noch öfter mit jemandem eine Beziehung wiederaufnimmt (und ich wette jeder kennt jemanden der mit einem bestimmten Menschen ums Verrecken nicht abschließen kann!) und immer wieder riskiert verletzt zu werden da die Gefühle immer noch da sind und man deswegen immer wieder schwach wird.
Feuer mit Feuer bekämpfen mag manchmal wirkungsvoll sein, jedoch ist es nicht immer die richtige Lösung; nicht langfristig. Letztlich tauscht man doch nur den einen Schmerz gegen einen anderen!

The Simple Things

Monday, December 18th, 2006

Ich saß in der Bahn und mir gegenüber setzte sich ein Mensch “in den besten Jahren”. Las ein Magazin (keine BILD!) was durchaus einen gewissen Anspruch hat auch wenn die (Berufs-)Kleidung vielleicht etwas anderes hätte erwarten lassen.
Auf mein Niesen wünschte mir dieser Mensch mit einem freundlichen, nicht aufgesetzten Lächeln Gesundheit, an der nächsten Station sprang er hilfsbereit auf als eine Mutter sich mit ihrem Kinderwagen abmühte, und bot auch an meiner Haltestelle 2 jungen Mädchen Hilfe beim Kinderwagen rangieren an.
Soviel Freundlichkeit gegenüber fremden Mitmenschen findet man selten auf einem Fleck vereint, aber sie gehört honoriert! Wenn man sich überlegt wieviel angenehmer es doch sein könnte wenn die Leute der älteren Dame helfen die mit den 5 Tragetaschen den Weg versperrt und wenn die verehrten Senioren nicht über alles meckern was die jungen Menschen tun sondern sich erinnern, dass sie auch mal jung waren und es ihnen doch genauso ging!
Es reicht ein freundliches Lächeln, ein kleiner Handgriff und man kann damit schon jemandem den Tag retten - und so ein freundliches dankbares Lächeln gibt einem dann wieder etwas zurück. Jeder sollte ein kleines bisschen und wenigstens ab und zu so sein wie dieser Mensch in der Malermontur aus der S-Bahn.

Kolonialisierung - Globalisierung

Wednesday, December 13th, 2006

Bald heisst es wieder “Frohe Weihnachten” oder seit einigen Jahren “Merry X-Mas”, damals mit dem Christkind heute ist es der dicke rotbackige Coca-Cola Santa Claus mit seinen rotnasigen Rentieren. Früher hatten wir Allerheiligen als Feiertag - ein Tag der Besinnung quasi, aber auf einmal wird da immer mehr Halloween gefeiert. Die Gören klingeln an meiner Tür und wollen Süßigkeiten und alle verkleiden sich total bekloppt. Wir haben doch auch Fasching! Einmal im Jahr sollte genug sein! Ich könnte mir vorstellen, dass in den nächsten Jahren Thanksgiving statt Erntedankefest gefeiert wird und der Tag der deutschen Einheit wird womöglich noch vom Independance Day abgelöst - und spätestens dann sollte man sich mal überlegen wo Weltoffenheit aufhört und Verrat des eigenen Nationalbewusstseins beginnt! Das ist keine Globalisierung mehr, das ist schon Kolonialisierung! Also eigentlich ist Gobalisierung ja nur die moderne Bezeichnung für Kolonialisierung. Jeden Mist adaptieren wir in unsere europäische Kultur - die USA hat ja nicht mal wirklich eine! Diese Nation besteht viel zu kurz und ist seit jeher so uneinheitlich, dass sich nie eine wirklich Kultur entwickeln konnte. Aber ist ja alles toll was aus dem Land der unbegrenzten Dummheit - pardon - Möglichkeiten (oder auch Unmöglichkeiten) zu uns rüberschwappt. Ich sage, entweder wird hier die deutsche Kultur mit dem Christkind und Weihnachten gefeiert und wer da nicht dran hält soll auch gänzlich von dem Cola-Claus und seinem Rentier abweichen!

Upside down

Monday, December 11th, 2006

Oder Inside out? Es geht mal wieder auf Weihnachten zu wie alle 12 Monate wieder. Es heißt Weihnachten sei eine Zeit der Besinnung, der Ruhe, aber was genau meinte die Person die mal diesen Spruch geprägt hat? In der Tat, unwillkürlich fange ich jedes Jahr in der Adventszeit an nachzudenken was mir das vergangene Jahr gebracht hat, wie es weitergehen soll, was ich besser machen möchte. Und ich habe oft gemerkt, dass es nicht nur mir so geht, Sentimentalität und Nostalgie machen sich auch gerne breit, man fängt an sich wieder ein wenig mehr um die Freunde kümmern zu wollen - wenigstens einen von 12 Monaten im Jahr, man würde am liebsten zu fast jedem den man mal gekannt hat Kontakt aufnehmen um zu fragen wie es denn geht und wie es dem Menschen so ergangen ist. Falschheit oder rührende Anteilnahme sei mal dahingestellt. Aber aus genau DEM Grund, verkneif ich mir inzwischen zum Jahreswechsel, zu Feier- oder Geburtstagen den Kontakt zu jemandem wieder aufzunehmen mit dem lange Funkstille herrschte, da ich das mittlerweile als ein schlechtes Omen ansehe - außerdem ist es kitschig und für meine Person zumindest mit negativen Konnotationen behaftet. Letztenendes bleibt das natürlich jedem selbst überlassen, aber unter Umständen sollte man zumindest ein Stück weit noch versuchen objektiv zu bleiben und sich zu fragen ob es gut oder sinnvoll ist sich - überhaupt oder gerade jetzt - wieder bei Menschen von früher zu melden.