Archive for the ‘Life ...’ Category

Save up high

Saturday, January 3rd, 2009

Über etwas erhaben sein, Dinge nicht an sich heran lassen, Distanz wahren - alles blabla.
Ich ziehe den Hut vor Menschen die es wirklich, ehrlich, Hand aufs Herz und tatsächlich schaffen - aber wisst ihr was? Ich glaub’s trotzdem nicht.

Man kann Dinge verdrängen, leugnen, taub sein, abgestumpft - aber irgendwann kommt alles raus.
Wenn man den Kopf voll anderer - essentiellerer, existenziellerer - Dinge hat, ist einfach kein Raum für manche Gedanken. Ich schätze das ist emotionaler Selbstschutz weil man sonst, salopp gesagt, durchdreht. Aber wenn diese Probleme gelöst sind, oder weniger werden, ist wieder Raum für Gedanken über “Luxusprobleme”.
Manches schwelt auch unter der Oberfläche des Bewusstseins bis man damit (wieder) in Berührung kommt - und dann kann sich das wie ein Faustschlag anfühlen. Wenn viele solche Erlebnisse innerhalb kurzer Zeit zusamenkommen fährt der Kopf Karusell weil all die blockierenden Keile heraus sind und sich alles unerwartet viel zu schnell in Bewegung setzt… und dann ist man hoffnungslos verwirrt, irritiert, haltlos… schwankt auf dem eingebildeten Podest der Erhabenheit, weiß nicht wohin mit den Emotionen - Sehnsucht, Einsamkeit, Erinnerung, Liebe, Enttäuschung, Wut, Verwirrung, Ärger, Glücksgefühle - die alle auf einmal wieder da sind, nachdem sie so lange einer kraftlosen Leere Platz gemacht hatten.
Und am meisten frage ich mich jetzt - was bezieht sich worauf ??? Für welche Situation, für welchen Menschen, welches Ereignis ist welches dieser Gefühle bestimmt? Als hätte man über Monate immer wieder Druckaufträge an den Drucker gesendet dessen Patrone leer war - jetzt ist die ausgetauscht und fängt an alles wild zu drucken - aber man weiß nicht mehr an welchem Tag man welches Dokument gedruckt hat…

Und nochmal …

Friday, December 5th, 2008

Manche Situationen werden zum immer wieder kehrenden Déjà-vu. Und immer wieder fragt man sich - wieso weshalb warum komm ich immer wieder in so eine Sch***-Situation? Um daraus zu lernen.
Wunderbar - aber das dauert… Z.b. muss man lernen über den eigenen Schatten zu springen, mal was preiszugeben - schließlich sind wir nicht im Kindergarten - offen und ehrlich zu reden, sein Recht einzufordern - ja man hat ein Recht darauf - auf Antworten, auf Ehrlichkeit und wertschätzende Behandlung! Dann merkt man auch mal, dass es gar nicht so schlimm ist mal was zuzugeben, sich mal in die “schwächere” Position zu begeben weil man zuerst sagt was Sache ist - aber man hat Klarheit. Ob man dann vielleicht nicht mehr in solche Situationen kommt? Wäre schön… gut möglich, dass man dann von vornherein einige Unannehmlichkeiten vermeiden kann.

Der vierte Keks…

Thursday, November 13th, 2008

Ein Geschichte die das Leben schreibt: Neulich saß ich am Rechner um zu lernen und habe mich mit Keksen motiviert. Diese Kekse sind - äußerst umweltfreundlich - immer zu dreien in Plastikfolie eingepackt - davon dann mehrere in einer Schachtel. Ich aß also gedankenverloren den dritten und letzten Kekse um zu bemerken, dass da noch ein vierter (!) Keks in dem Päckchen ist! Und obwohl dieser vierte Keks überall drin ist und genauso schmeckt wie die anderen, hab ich ich mich saumäßig darüber gefreut - weil ich nicht damit gerechent hatte! Was will ich damit sagen? Es gibt immer etwas Neues, Schönes, Unverhofftes worüber man sich freuen kann, man muss es nur finden - oder um eine neue Redensart zu prägen: “Es gibt immer einen vierten Keks!”

Spam

Wednesday, October 22nd, 2008

Immer wieder herzerfrischend sind Spam-Comments in einem Blog - heute hab ich einen sehr neckischen ausgewählt:

Hey!
Do you have secrets? ;)
pls write me

Geheimnisse haben wir doch alle, oder? Oder auch einfach Dinge über die wir nicht reden - oder nicht mit jedem… weil’s die Leute einfach nichts angeht.
Es gibt auch immer mal wieder den Satz “Mit dem/der würd ich gern tauschen” oder “Der/Die hat’s gut” - und warum denken wir das? Weil wir den Menschen nicht kennen. Jeder - oder wenigstens 90% der Menschheit - hat seine Probleme. Die können sich über familiäres, finanzielles, gesundheitliches, partnscherschaftliches oder genrell zwischenmenschliches erstrecken. Probleme im Job, chronische Krankheit, kranke Eltern oder Kinder, Schulden, etc.

Man sollte nie “mit jemandem tauschen” wollen - denn jeder hat sein Päckchen, wir sehen es nur nicht bei jedem. Mal ist es größer mal ist es kleiner. Aber wenn man sich den Problemen stellt werden sie weniger und sind irgendwann gelöst -dann kommen zwar neue - aber die “Menge an Problemen” ist geringer und damit zu bewältigen.

The Changeling

Sunday, September 21st, 2008

Veränderungen sind gut, wichtig, notwendig - bringen uns voran. Und manchmal ändert sich ganz viel auf einmal - Dinge die eigentlich jahrelang gut waren wie sie eben waren. Eines Tages wacht man auf und sagt sich “jetzt”. Dann geht man los und bewirbt sich ins Ausland, schneidet sich die Haare ab, trennt sich, kauft sich bunte statt schwarzer Kleidung und singt sich das Gänseblümchen-Lied vor anstatt sich wegen jedem Quatsch aufzuregen. Im weiteren Verlauf ändert man noch die Lebenseinstellung - Lifesux (wie auch das Blog über Jahre hieß) ist prinzipiell nicht schlecht… vom Klang… aber die negative Affirmation ist ja eigentlich auch unnötig. Zum Schluss freundet man sich dann noch mit der Spinne vor dem Fenster an, tauft sie Erna und geht ab jetzt furchtlos durchs Leben (sogar wenn’s draußen dunkel ist) - denn: Das Leben ist nur so schlecht wie man es sich einredet!

Mein Leben …

Thursday, April 3rd, 2008

scheint sich für verdammt witzig zu halten! Wieso regnet es in letzter Zeit nur dann wenn ich nachts mit dem Fahrad heim fahr? Wieso ist das bessere Wetter vorzugsweise in dem Land in dem ich gerade nicht bin? (Also Spanien etc sowieso… ich rede aber von DE und NL) Wieso muss ich dauernd Papers schreiben, vergess alles und muss jeden Tag in Supermarkt rennen weil irgendwas nicht mehr da ist und sowieso und überhaupt! Wer hat meine Konzentration geklaut, wo ist meine Motivation hin? Und wieso hat mir jemand im Austausch Lustlosigkeit auf den Schreibtisch gelegt?!
Also, wenn ich mal groß bin, ja! Dann, ehm… kauf ich mir ein Haus, mit ganz vielen Chucks, einem Rechner bei dem nicht dauernd Mozilla und Adobe abschmieren, les den ganzen Tag Bücher die ICH lesen will und… mhhh… irgendwas wird mir schon noch einfallen!
Allerdings leb ich, wie die meisten anderen, im hier und jetzt, also bin ich gewissermaßen gezwungen das Beste draus zu machen *klugscheiss* Daher widme ich mich wieder dem Lernen und ersehne den morgigen Tag um 15.15 wenn ich aus der Prüfungshalle rauslauf - yeah!

Tee…

Thursday, March 13th, 2008

ist überhaupt nicht gesund! V.a. nicht beim Lernen und schon gleich 3 Mal nicht wenn man am Rechner lernt. Besonders größere Mengen sind schädlich wenn man sie über Laptop, Rechner-Tower und -Tastatur verteilt und auch gleich die Kabel für Strom und Internet mit unter Wasser - pardon, Tee! - setzt!
Deswegen sage ich: Kaffee (Espresso) ist viel gesünder, vor allem wenn man ihn auf der Couch mit einem Taschenbuch zu sich nimmt.
Sie hörten die Meldung des Tages - und ich (die gerade den wieder trocknen Laptop erleichtert aufseufzend und völlig überhitzt unter der zu diesem Zwecke voll aufgedrehten Heizung vorgezogen hat) widme mich wieder - ohne Tee! - irgendwelchen halbwegs lernverwandten Beschäftigungen zu…

Obwohl ich weiss…

Sunday, January 13th, 2008

dass es nicht gut ist für mich möchte ich es tun! Was? Alles! Noch einen “Cookie” essen obwohl ich merke, dass es echt reicht weil alles so laaangsaaaaam wird… beim Trinkspiel mitfesten obwohl die Artikulation schwerer wird, noch n Bier weil’s gut tut, noch ne Simpsonsfolge bevor ich mich endlich an mein Paper ransetz, Kontakte pflegen oder auch nicht (wer mal eben 450km von daheim weggezogen ist kann das vielleicht besser nachvollziehen)…

The simple things

Sunday, November 11th, 2007

Manchmal ist alles doof, alles stresst alles nervt, keine Zeit für gar nix (eigentlich), zu viel zu lesen, zu viel zu lernen - baaaahhhh.
Und dann gibt es die kleinen Lichtblicke am Tag… wenn man mal in die Notfallbox vom Abschiedsfest reinschaut… Badekugeln, Pflaster, die Lieblingstütensuppe, Nivea, Schokolade… (aber keine Kondome! tztztz)
Oder mit der Mitbewohnerin Gorgonzola-Spinat-Soße zu Farfalle kocht und eine rießen Schüssel Salat die eigentlich für 4 gereicht hätte. Oder wenn man nach 4 Jahren endlich mal vernünftige Boxen bekommt und die alten mit dem Wackelkontakt rausschmeissen kann… und einen der putzige Subwoofer die Bässe endlich merken lässt und man auch mal außerhalb der Röhre One Inch Man von Kyuss genießen kann…
Die kleinen Freuden des Tages motivieren einen dann doch immer wieder den nächsten Stapel Pflichtlektüre in die Hand zu nehmen ;-)

bafög

Wednesday, July 4th, 2007

… bekommen Leute die quasi kein Geld und auch keine Eltern mit weltlichem Besitz haben, wenn sie lang genug ohne “Vermögen” waren, es weiterhin bleiben und eigentlich gar nicht studieren wollen (weil sie Geld brauchen). So oder so ähnlich erweckt es jedenfalls bei mir den Eindruck.
Da muss man sich fragen nach welcher Prüfungdsverordnung man eigentlich seine Prüfung nach der Berufsausbildung abgelegt hat, welche Steuernummer der Elternteil mit dem größerem Einkommen im (Achtung!) vorletzten Jahr, vor dem der Antragstellung, hatte, wieviel Kirchensteuer und wieviel nach §10, 3 für eine selbstgenutzte Eigentumswohung berücksichtigt werden konnte… ahja. Von all dem Sermon bitte Belege beifügen und das ganze ein halbes Jahr bevor man sich entschließt zu studieren an die Stelle einreichen die einem nach dem Procedere sagt, dass es eine erwartete Gesetzesänderung nun doch noch nicht gibt, und man keinen Anspruch auf Förderung eines Auslandsstudiums hat, wenn man nicht mindestens 2 Semester in einer ähnlichen Fachrichtung in Deutschland studiert hat (und die Eltern müssen quasi frei sein von weltlichem Besitz [das war ein Euphemismus] - haha).
Da wird einem doch der ganze Elan wieder genommen :-p